Verpassen Sie nicht die Ausgabe dieses Monats der Zeitschrift GARDENIA – wir sind darin vertreten! Vielen Dank an Samantha Gaiara für den Artikel.
Radicchio
Was ist das: Cichorium intybus var. foliosum, Familie Asteraceae.
Herkunft: Mittelmeerraum, Italien.
Eigenschaften: Zweijährige krautige Pflanze, als einjährige Kultur angebaut, mit gescheckten Blättern oder in verschiedenen Rot-, Gelb- oder Rosatönen; die Blätter können lang und schmal mit aufrechtem Wuchs oder rundlich und überlappend sein und runde Köpfe bilden. Im zweiten Jahr erscheinen Blütenstängel mit intensiv blauen Blüten.
Anbauzyklus: 55 bis 150 Tage, je nach Typ und Sorte.
Radicchio ist einfach anzubauen und dank seines unverwechselbaren Geschmacks und der Schönheit seiner Blätter – die sich bei manchen Sorten wie eine Blütenkrone öffnen – der König der Salate. Es ist noch Zeit, ihn für eine Winterernte zu säen, wenn er nach einigen Frösten noch schmackhafter wird.

Schon gewusst?🌱
Bodenvorbereitung: Radicchio mit seiner Pfahlwurzel (30–40 cm) benötigt eine tiefe Bodenlockerung. Den Boden mit der Grabgabel lockern, ohne die Schollen zu wenden. Anschließend 1,5 kg reifen Kompost pro m² (oder 1 kg pelletierten Mist pro m²) auf der Oberfläche verteilen und leicht mit Rechen oder Fräse einarbeiten.
Aussaatzeit: Für Herbst-Winter-Ernte im Norden zwischen Juni und Juli, im Süden zwischen Ende Juli und August.
Aussaatmethode: Direkt ins Freiland säen. In gut vorbereitetem Boden etwa 1 cm tiefe, 40 cm voneinander entfernte Furchen ziehen. Samen ausstreuen, leicht bedecken und ggf. anwalzen. Anschließend fein beregnen.
Vereinzeln: Keimung nach 2–3 Tagen. Bei 4–5 echten Blättern auf 30 cm Abstand ausdünnen.
Unkrautbekämpfung: Während des Wachstums regelmäßig hacken und unkrautfrei halten.
Bewässerung: Regelmäßig gießen, besonders bei Trockenheit. Am besten morgens, damit die Blätter tagsüber abtrocknen.
Ernte: Je nach Typ nach 55–150 Tagen. Ernte, wenn der Kopf fest ist. Nach einigen Frösten verbessert sich der Geschmack: weniger Bitterkeit, mehr Knackigkeit, intensivere Farbe. Kopf etwa 2 cm unterhalb abschneiden und beschädigte Außenblätter entfernen.
Schädlinge und Krankheiten: Blattläuse können mit Schmierseife oder biologischen Methoden bekämpft werden. Bei warm-feuchtem Wetter kann Mehltau auftreten; dagegen helfen Spritzungen mit Wasser und Natron alle 2–3 Tage.
Anforderungen
Klima: Gemäßigt, 15–20 °C, sonnige und gut belüftete Lage. Späte Sorten vertragen leichten Frost bis –4 °C.
Boden: Locker, tiefgründig, humusreich, ohne Staunässe.
Nährstoffbedarf: Fruchtbarer Boden; Kompost oder reifen Mist vor der Aussaat einarbeiten.
Sorten
Geschlossener Kopf, rugbyballförmig, mit scharlachroten Blättern, die wie eine Schwertklinge verlängert sind – daher der Spitzname „Spadone“. Die Mittelrippe ist weiß und breit. Im Geschmack bitter, eignet er sich am besten für den gekochten Verzehr: in Risottos, gegrillt oder gebacken. Aussaat von Anfang Juli im Norden bis Anfang August im Süden, Ernte von Mitte Oktober bis Dezember.
Diese Sorte hat eine zapfenförmige Gestalt mit einem kompakten Kopf und tief purpurroten Blättern, die fest aneinander anliegen. Bitter und knackig, kann er roh oder gekocht verzehrt werden und wird sogar in süßen Rezepten verwendet. Aussaat von Anfang Juli im Norden bis Ende August im Süden, Ernte von Anfang Oktober bis Februar.
Auch als „Rose“ oder „essbare Blume“ bekannt, wegen seines offenen Kopfes mit cremefarbenen, rot gesprenkelten Blättern und gezackten Rändern. Nach der Ernte werden die Blätter gewöhnlich von Hand im Wasser geöffnet, um ihnen die traditionelle Blütenform zu geben. Er ist im Allgemeinen süß mit leicht bitterem Nachgeschmack und dadurch vielseitig in der Küche beliebt: traditionell roh in Salaten, aber auch hervorragend in Füllungen, Saucen und sogar in Desserts. Aussaat von Anfang Juli im Norden bis Mitte August im Süden, Ernte von Oktober bis Mitte Februar.
Kompakter runder Kopf, weißlich-gelbe Blätter mit roten Adern. Leicht süß, aromatisch. Aussaat Ende Juni (Nord) bis Mitte August (Süd), Ernte Mitte September bis Mitte Januar.
Abstammung von Rosso di Verona, rot-violette Adern mit weißem Rand. Besonders geeignet für Rohverzehr. Aussaat Anfang August (Nord) bzw. Mitte August (Süd), Ernte Januar–Februar.
Ovaler Kopf, strohgelbe Farbe, fleischige Blätter. Sehr geschätzt roh. Aussaat erste Augusthälfte (Nord), Mitte August (Süd), Ernte Dezember–Januar.
Die Blätter sind rosa mit unterschiedlich intensiven Farbtönen, und die Kopfform ähnelt dem „Rosso di Verona“. Aufgrund seiner Farbe und der fleischigen Textur wird er überwiegend roh geschätzt. Aussaat Mitte August, mit Ernte von Dezember bis Januar.
Wie wird er angebaut?

1) Boden vorbereiten
Boden mit Grabgabel lockern, Dünger mit Rechen einarbeiten.
2) Aussäen
Im Sommer in 1 cm tiefe Reihen säen, leicht bedecken, andrücken und wässern.
3) Vereinzeln
Bei 4–5 echten Blättern auf 30 cm Abstand ausdünnen. Kräftigste Pflanzen auswählen.
Tipp

Anbau auf Hochbeeten
Radicchio reagiert empfindlich auf Staunässe. In nassen Böden bekommen die Wurzeln zu wenig Sauerstoff. Deshalb empfiehlt der Genetiker und Mitgründer von Smarties.bio, Andrea Ghedina, den Anbau auf 10–15 cm hohen Hochbeeten. Bei 80–100 cm Breite passen zwei Reihen darauf. Das verbessert den Wasserabfluss. Bei stark sinkenden Nachttemperaturen empfiehlt sich zusätzlich eine Abdeckung mit Vlies, um die Ernte zu verlängern.